Am vergangenen Wochenende hiess unser Reiseziel Kambodscha. In Phnom Penh angekommen, erkundigten wir uns gespannt und mit grossem Interesse nach den Sehenswürdigkeiten dieses Landes.
Mit dem Motorrad fuhren wir dann über die löchrigen Strassen, vorbei an den Slums und Elendsviertel, bis zur ersten Sehenswürdigkeit- die KILLING FILEDS. Diese Massengräber aus der Schreckenszeit des morbiden Pol Pots, stellten also den ersten Touristenspot dar. Die hinter einer Glasscheibe aufgetürmten Totenschädel bewähren sich nun als Fotomotiv fuer den mit Lonley-Planet gewappneten “Globeltrottel oder fuer die stets im kollektiv reisenden Japaner. Obschon das Wort Sehenswürdigkeit, den Begriff der Würde enthält, haben es einige Touristen noch nicht ganz begriffen, den Opfern diese auch zu erweisen.
Nachdem wir die ersten Eindrücke des Khmer Rouge Regimes gewonnen und verdaut haben, fuhren wir, nicht unbedingt mit Heiterkeit erfuellt, zur nächsten(LETZEN) Touristenattraktion Phnom Penhs. Dem GENOZID MUSEUM Tuol Sleng(S21)
Nach 2 Tagen hatten wir dann genug Grausamkeiten gesehen. In etwas besserem Lichte präsentierte sich Siam Reap zu dem wir nach 5 Stunden ueber mit Hunden, Kühen und Mopeds überfüllten Strassen gelangten. Immerhin gibt es hier bis zu 60 monumentale Tempelanlagen, die in unterschiedlichem Zerfallszustand zu sehen sind. Beschränkte sich bis anhin die Darstellung der Grausamkeiten auf Bilder, Gegenstände und Zeichnungen, sieht man an diesen Orten Teile der menschlichen Auswirkungen. Die Kriegs und Minenopfer erscheinen omnipräsent. So bedauernswert diese Opfer tyrannischer Politker sind, hier allerdings haben sie sich zur Landplage mutiert und verfolgen den Wohlstandstouristen mit ihrer Bettelei in jedem Wikel von Seam Reap.


